5 Tipps für das Renovieren mit Kindern

Wir sind gerade mittendrin in der Renovierung unserer Wohnung. Wenn die Jungs mit dabei sind, ist das gar nicht so schnell zu schaffen. Früher hat man bis in die Puppen gearbeitet und man war den ganzen Tag fleißig. Mit Kindern geht das tatsächlich nicht mehr ganz so einfach. Es gibt immer wieder Arbeiten, die laut sind und dann wollen die Kinder auch nicht einfach in die Ecke gestellt werden. So haben uns diese fünf Sachen bis heute wirklich gut geholfen.

1. Beziehe die Kinder mit ein

Natürlich ist dieser Tipp Altersabhängig. Jedoch sollte man Kinder auch nicht unterschätzen. Wir haben am Wochenende die Tapete im Wohnzimmer abgekratzt. Da hat der Große richtig gut mit gemacht. Ich selber muss mir auch immer wieder vor Augen halten, dass ich einfach viel öfters Ja sagen muss. Denn je mehr ich ihm Dinge abnehme (auch im Alltag) desto unselbstständiger wird er.

Tapete abmachen? Bekommt er hin. Vor allem die Wände vorher einweichen fetzt richtig. Fußboden fegen? Klar geht super. Malern? Funktioniert sowieso und macht dazu auch noch richtig viel Spaß.

Die Sachen, die nicht ganz so perfekt werden? Einfach noch mal nach arbeiten. Aber das Kind ist dabei, langweilt sich nicht und ist im Nachhinein unglaublich stolz auf sich, dass er auch etwas gemacht hat.

2. Plane mehr Zeit ein

Wenn jemand versteht, dass man fertig werden will, dann wir. Unser Ausbau und die dazu gehörige Renovierung ist SEIT Oktober 2017 .. Ja ZWEITAUSENDSIEBZEHN am Laufen. Glaub mir, ich habe keinen Bock mehr auf dieses Chaos. Doch nun mit zwei Kindern – braucht man man Zeit. Der Große hat natürlich nicht JEDEN Tag Lust auf helfen und ist nach der Schule auch kaputt. Da muss ich mir einfach die Zeit nehmen und 3 Runden Dame oder Halma mit ihm spielen. Oder er möchte vorlesen oder einfach eine Runde raus. Und der kleine Mann? Der braucht sogar noch etwas mehr Zeit. Da wird gestillt, getragen, in den Schlaf begleitet und etwas Spielen muss auch bei ihm drin sein. Plane einfach mehr Zeit ein. Denn der Tag mit Kindern ist niemals vorhersehbar.

Deswegen beginne rechtzeitig mit ausräumen. Auch wenn man denkst, dass noch ganz viel Zeit ist, wird es ZUM Ende hin stressig. Warum im Sommer nicht schon mal die Wintersachen weg packen oder die Badesachen, wenn du im Winter mit dem packen beginnst. In der Küche kannst du die Sachen direkt schon mal wegräumen, die du selten benutzt: Backformen, Eiskugelformen und Plätzchenausstecher. Jedes einzelne Teil was du schon mal weg geräumt hast, bringt Platz, Ruhe im Kopf und später auch Zeit für die restlichen Sachen.

3. Gemeinsam das Alte ruinieren

Die alten Wände vorher mit Wasserfarben bemalen oder auf das alte Laminat Bilder zeichnen. Jetzt ist das erlaubt, was sonst immer verboten ist. Ja, meinen Kindern habe ich schon erklärt, dass man nicht an die Wände malt. Deswegen gibt es bei uns auch keine Badekreide oder eine Tafel an der Kinderzimmer Wand. Denn gerade, wenn die Kinder noch klein sind, ist das Verständnis nicht da: hier darf ich an die Wand malen und 10 cm daneben schon nicht mehr. Deswegen ist dieser Tipp auch echt nur was für Kinder, die es auch verstehen. Nicht, dass dann die frisch geweißte Wand anschließend durch einen Regenbogen vom Kind verziert wird.

4. Hilfe annehmen und um Hilfe bitten

Soll es doch mal schneller gehen oder die Kinder müssen raus, obwohl du nicht wirklich weg kannst? Dann frag nach Hilfe! Die Oma kann mit den Kindern spazieren gehen. Der Termin mit dem Küchenbauer steht an? Dann frag den Opa ob er mit dem Kind schwimmen geht. Die Besuche bei der Oma sind absolute WinWin Sachen .. Du hast Zeit zum Renovieren, die Kinder sind versorgt und die Großeltern haben Exklusivzeit.

Auch beim Renovieren ist eine Frage an die Freundin kein Zeichen von Schwäche. Spieldate mit den Kindern oder eine helfende Hand beim Malern. Vielleicht haben sie auch Zeit und Lust darauf und helfen ohne mit der Wimper zu zucken.

Auch für solche Fälle hat man Familie und Freunde!

5. Nicht ins völlige Chaos versinken

Uns ist dieser Punkt nicht sehr gut gelungen und deswegen will ich dir diesen Tipp auch unbedingt geben. Denn es ist gar nicht so einfach, im Umbau auch die Ordnung bei zu behalten. Denn es fallen Schränke weg, dadurch fehlt Stauraum. Oder die alten Schränke werden ausgetauscht… Dann müssen diese auch ausgeräumt werden. Und schwups steht alles in Kisten im Weg und garantiert brauchst du genau das Teil im untersten Karton.

Wir haben den Fehler gemacht und haben uns das irrwitzige Ziel gesetzt, die gesamte Wohnung zu renovieren. Geplant war, jedes Zimmer einzeln zu machen. Doch das Studio ist ins Kinderzimmer gezogen, das Schlafzimmer hoch und im ehemaligen Studio wird jetzt genäht, gebastelt und gemalt. So ging der Plan gar nicht auf. Sachen lagen teilweise im Studio, Türen werden im Nähzimmer deponiert und die Straßenschuhe und Winterjacke lagen auf der Couch im Wohnzimmer. (Was habe ich mich über die Garderobe gefreut) Versuch wirklich ein Zimmer nach dem anderen fertig zu bekommen, dass gar nicht erst Chaos aufkommt.

Hast du schon mal renoviert mit Kindern? Wie alt war das Kind in dem Zeitraum?

Unser Großer ist 6 Jahre alt. Er ist den einen Tag Feuer und Flamme und möchte alles mit machen und dann gibt es Tage, da flüchtet er zur Oma runter. Was natürlich völlig okay ist. Und der Kleine? Livian ist 7 Monate alt und ist mit dabei. Entweder in der Wippe oder im Tragetuch. Hast du noch Tipps für uns, wie das Renovieren mit Kindern noch entspannter klappt?

Teile die Tipps auch gerne mit anderen Eltern, die gerade renovieren auf Pinterest *zwinker*

Viele Grüße Suse*

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